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Blessingway: Die Geburts-Kette

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Blessingway – zu Deutsch jemanden segnen. Eine Art des Segens, oder auch die Segnung für das Kommende? Umschreiben tut dieser Anglizismus eine schöne Tradition, wie die Metamorphose einer Frau und die Geburt eines Kindes gefeiert werden kann. Man kommt zusammen, mal ausschließlich Frauen, mal auch Männer und Kinder. Jede(r) bringt etwas zu essen und zu trinken mit, Ziel ist nämlich die Hochschwangere zu verwöhnen. Es werden sich Geburtsgeschichten erzählt, Gedanken zum Stillen und zur Mutterschaft, zur Elternwerdung und zum Abschied vom bisherigen Leben (sei das auch das einer Mutter oder das einer bisher kinderlosen Frau). Es ist also ein Übergangsfest und -ritual und kann ganz frei nach Schnauze gestaltet werden.

Im besten Fall fühlt sich die Hochschwangere hinterher sicher in ihre sozialen Netze eingebettet, entspannt und umsorgt, bestärkt und ermutigt, zuversichtlich und vor allem satt.

In den kommenden Wochen sammeln sich hier Möglichkeiten, wie man eine Blessingway-Feier bunt gestalten kann. Dank meinem Hang zur Spiritualität wird auch die nicht zu kurz kommen.

Eine Geburts-Kette zu basteln ist eine tolle Idee, um zusammen mit der Schwangeren zu reflektieren, was   sie sich für die kommende Geburt und die Zeit danach wünscht, woran sie sich erinnern möchte und woran sie sich fest halten kann. Vor allem letzteres ist der Aspekt einer Geburts-Kette.

Perle für Perle wandern die reflektierten und mit kraftvollen Assoziationen bedachten Perlen auf den Faden und bilden einen ästhetisch erdenden Anker für die Geburtsarbeit (und die Zeit nach der Geburt).

Beispielsweise könnte die vor der Geburt stehende Frau ihre Kette mit kleineren Perlen auffüllen, die die Wehen symbolisieren, die sie durchleben und veratmen (und vielleicht verfluchen?) wird. Nichtdestotrotz sind nicht mehr als eine begrenzte Menge Perlen auf der Kette – ein starkes Symbol für die Endlichkeit einer großen Geburtsanstrengung, die auf einen zu kommen kann. In Gedanken könnte die Frau wie bei einer Gebetskette eine Perle bei Seite schieben – „diese habe ich geschafft.“

Diese Arbeit, Perle für Perle aufzufädeln und mit Assoziationen zu belegen, kann im kleinen oder großen Kreis passieren. Andere Frauen können einwerfen, was Ihnen hilfreich war und die Frau bestärken in ihren Ideen. Eine Bestärkungskultur (statt einer Angstkultur) kann uns Frauen nur helfen, in Selbstvertrauen, Zuversicht und Hoffnung zu gebären.

Und auch wenn dabei keine kraftvollen Anker zur Realität für die Geburtszeit entstehen. Dies Kette ist doch wenigstens ein schönes, schmückendes Andenken für die Frau, die dann ihr Baby geboren hat und nach und nach die Zeit der Mutterwerdung wieder hinter sich lässt.

Abschließend noch einige Links zum Thema Geburts-Kette: