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Internetblüten

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Seit meinem letzten Post ist eine ganze Weile vergangen. Die Schwierigkeit, die ich mit diesem Blog habe ist die Frage nach der Anonymität. Es fällt mir schwer, vor jedem Artikel zu überlegen, ob das jetzt zu intim ist, zu sehr auf mich schließen lässt – und wenn ja, was das für Konsequenzen hätte. Das verleidet mir das Schreiben ziemlich.

Um Missverständnisse mal auszuräumen:  ich habe die Ausbildung noch nicht angefangen, los geht es erst im April.

Die letzten Tage bin ich mirakulös auf einige Hebammenblogs gestoßen, die mich sehr mitgerissen haben:

 

  • Midwife Thinking – ein Blog einer australischen Hebamme, also englischsprachig. Sie ist nicht nur Hebamme, sondern auch Mutter und Lehrerin. Ihre Blogeinträge sind ohne Ausnahme gut recherchiert, legen großen Wert auf evidence-based medicine und bieten damit einen Pool an Nachweisstudien zu den Themen für diejenigen von uns, die (noch) nicht voll in die Wissenschaft der Hebammerei eingestiegen sind. Gleichzeitig ist diese Hebamme für mich ein Paradebeispiel dafür, wie die ideale, platonische Idee von Hebammenbetreuung gestalten werden kann. Dazu in meinem nächsten Blogpost mehr.

 

  • Navelgazing Midwife – ebenfalls auf Englisch geschrieben von einer Hausgeburtshebamme, Mutter und Doula.

 

  • Growing Flowers – der Blog einer us-amerikanischen Hebamme, die in New Mexico lebt und Mitbetreiberin eines der „Birth Centre“ dort ist. Sie wohnt in einer Community, die eine der höchsten Raten an spontanen Geburten haben – zusammen mit ihren zwei Töchtern und ihrem deutschen Mann. Sie schreibt über Homeschooling, Hebammerei, ihr Birth Centre, aber auch persönliche Dinge. Ein wirklich angenehmer Mix für Menschen wie mich, die dankbar sind für aktive, authentische, liebenswerte Frauen, die glücklich mit beiden Beinen fest im Leben stehen und nicht mehr zu den 20 Jährigen gehören.

Und wenn ich schon dabei bin, wild um mich herum zu empfehlen, hier auch gleich noch eine Buchempfehlung über „die Hebammensprechstunde“ (Ingeborg Stadelmann) hinaus, was ja gern als _das_ Buch angsehen wird, dass man lesen sollte, wenn man Hebamme werden möchte. Aber gerade für Hebammen, die sich der Neuorganisation unter einer Hebammenwissenschaft – eher als einer Geburtsmedizin – organisieren wollen:

Normal Childbirth – Evidence and Debate (Amazon Link)

So – ab dafür!