Geburt einer Hebamme?

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… natürlich ranken sich die Einträge in diesem Blog nicht um die Geburt einer Frau, die eben zufällig Hebamme ist. Da wäre bald das Ende der Worte erreicht. Eher wird dieses Blog ein Sammelbecken für Eindrücke, Erfahrungen und Gedanken, die ich während meiner Ausbildung zur Hebamme in den kommenden drei Jahren bekomme.

Aber Moment – eine Geburt ist natürlich nicht der Anfang. Aber um nicht bis zum Urschleim zurück kehren zu müssen, erzähle ich euch von der Schwangerschaft mit dem Wunsch, Hebamme werden zu wollen. Die ersten zarten Anfänge meiner Faszination für die Themen Schwangerschaft, Geburt, Stillen (…) bildeten ihre Wurzeln als ich ca. 16 Jahre alt war und anfing, mich mit meiner Identität als Frau auseinander zu setzen. Ich las Geburtsbericht über Geburtsbericht und – man möge mir den Geburtsvoyeurismus verzeihen –  das Thema ließ mich nicht los.

Im Laufe der Zeit absolvierte ich Praktika wann immer ich  konnte – in den Sommerferien, mal freigestellt von der Schule und auch nach der Schulzeit. So konnte ich Hebammen in allen Bereichen der Geburtshilfe bei ihrer Arbeit assistieren und dabei lernen, was diesen Beruf ausmacht. Von manchen Hebammen lernte ich, wie wichtig Fingerspitzengefühl und Geduld ist, wie unterschiedlich die Frauen und Familien sind, mit denen man arbeitet. Von anderen, dass Hebammenarbeit zum größten Teil nicht aus immens intensiven Ereignissen besteht, sondern vor allem auch aus immer wiederkehrenden Fragen – die unter Umständen häufig anders beantwortet werden können.

Inzwischen – Jahre später – habe ich selbst mehr als einmal geboren, mehr als einmal gestillt. Meine Vorstellung von guter Geburtshilfe hat sich dadurch gewandelt und ist gereift. Von einer dogmatischen, idealistischen Vorstellung von allem hin zu Demut vor dem Leben und dessen Wegen. Schwangerschaft und Geburt durchzieht so viel Potential der Entwicklung, der Heilung und Erkenntnis – ich finde Befriedigung darin, andere Frauen und Familien zu ermutigen, dieses Potential zu nutzen.

Dieses Blog soll da sein für andere – Träumerinnen, Mutsuchende, werdende Hebammen, bereits geborene Hebammen, Hebammen deren Wege woanders hinführen, Geburtshelferinnen des Alltags – aber auch für mich.

Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen, Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden. Was wir können und möchten, stellt sich unserer Einbildungskraft außer uns und in der Zukunft dar; wir fühlen eine Sehnsucht nach dem, was wir schon im Stillen besitzen. So verwandelt ein leidenschaftliches Vorausgreifen das wahrhaft Mögliche in ein erträumtes Wirkliches. (Goethe)

Ich freue mich, wenn ihr meinen Weg verfolgt, mit mir in Kontakt tretet und erzählt. Dann also „Manege frei“!

Gespannt, Oona


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  1. Hi,
    das klingt wirklich vielversprechend. ich schließe mich meiner Vorschreiberin an und lese hier gerne weiter. ich hoffe, du hast viel zu schreiben ;-)
    und ich gehe jetzt beten, dass ich das auch mal erleben darf…
    LG
    Vp
    (in Ausbildungsbewerbungszeit)

  2. Ich bin sehr gespannt und auch ich werde deinen blog gerne weiterlesen! Werde weiter bibbern das auch ich das mal erleben darf !!!

    Liebste Grüße, Nina

  3. Hallo,
    ich werde hier auch regelmäßig vorbeischauen. Find die Seite prima. Hab nächste Woche Mittwoch VSG für ein langzeitpraktikum(8Mon.oder länger).Hab auch schon 2 Praktika hinter mir.

    Bis bald STEFFI

  4. Hi Oona,
    schön diesen Blog gefunden zu haben! War nämlich gerade damit beschätigt, interessante Blogs zum „Entspannen“ zu finden…Bin zwar keine Hebi und werde auch keine, aber ich beschäftige mich beruflich und persönlich immer mehr mit dem Thema Frauen, Geburt, Kinder, Familie…Habe vor Kurzem mein 2. Kind bekommen und bin wieder einmal ganz demütig vor diesem Prozess und soooo dankbar, diese Erfahrungen gemacht haben zu dürfen.
    Also, bin gespannt aufs Lesen,
    LG Lilibe

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